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Ostseepipeline Nord Stream geht in Betrieb

Ostseepipeline Nord Stream geht in Betrieb

Nach eineinhalb Jahren Bauzeit geht heute der erste Strang der deutsch-russischen Ostseepipeline Nord Stream in Betrieb.

Zum Festakt am deutschen Anlandepunkt in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern werden unter anderem Bundeskanzlerin Merkel, Russlands Präsident Medwedew, Frankreichs Premierminister Fillon, der niederländische Ministerpräsident Rutte und EU-Energiekommissar Oettinger erwartet.

Wenige Stunden vor der Inbetriebnahme der deutsch-russischen Ostseepipeline Nord Stream hat das Betreiberkonsortium Nord Stream die letzten Vorbereitungen für die Freigabe des Gasflusses nach Deutschland abgeschlossen.

Am Anlandepunkt in Lubmin sei inzwischen ein Gasdruck von 80 Bar erreicht, sagte Nord-Stream-Projektleiter Henning Kothe am Dienstag der Nachrichtenagentur dapd. Der erste, rund 1.224 Kilometer lange Strang der Ostseepipeline Nord Stream soll am Mittag mit der Öffnung eines symbolischen Absperrventils in Lubmin eingeweiht werden.

„Pro Stunde werden dann etwa eine Million Kubikmeter Gas in Lubmin ankommen“, sagte Kothe. Das entspreche einer jährlichen Liefermenge von rund acht Milliarden Kubikmetern, also etwa einem Drittel der technischen Volllast. Damit könnten bereits mehr als vier Millionen europäische Haushalte versorgt werden.

Mit der schrittweisen Inbetriebnahme von insgesamt acht Hochleistungskompressoren in der russischen Verdichterstation Babajewo werde in den nächsten Wochen die volle Lieferkapazität des ersten Strangs der Ostseepipeline Nord Stream hergestellt. Inzwischen sei bereits die gesamte Jahrestransportmenge von 27,5 Milliarden Kubikmeter an west- und südeuropäische Kunden verkauft, versicherte Kothe.

Nach seinen Angaben gehen inzwischen auch die Verlegearbeiten für den Zwillingsstrang der Ostseepipeline Nord Stream vor der dänischen und der schwedischen Küste gut voran. Inzwischen seien bereits 833 Kilometer Leitungsrohre für den zweiten Strang in der Ostsee vor Russland, Finnland und Deutschland verlegt worden, sagte Kothe. „Wir liegen damit leicht vor dem Zeitplan, so dass voraussichtlich Ende März kommenden Jahres die Verlegearbeiten vor der schwedischen Insel Gotland abgeschlossen sein werden.“

Die Inbetriebnahme der Zwillingsröhre sei für das zweite Quartal
2012 geplant. Damit werde die Ostseepipeline Nord Stream dann ihre Gesamtkapazität von jährlich 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas erreichen.
(dapd/som/pon /3)  

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