Schiefergas ist momentan ein großes Thema. Experten sehen in der Erdgasquelle eine Möglichkeit, die Marktmacht traditioneller Gasproduzenten zu brechen. Viele Energiekonzerne haben sich deshalb bereits aufgemacht und erkunden Schiefergas-Vorkommmen in Europa.
Das in Schiefergestein eingeschlossene Erdgas gehört zu den sogenannten unkonventionellen Erdgasquellen. Schiefer ist ein metamorphes Sedimentgestein aus annähernd parallel angeordneten dünnen Schichten, in die es spaltbar ist und zwischen denen sich unter besonderen Umständen Erdgas gebildet hat.
Schiefergas wird bereits seit mehr als hundert Jahren in den USA gefördert - bis vor kurzem allerdings selten, da die Umstände keine wirtschaftliche Förderung erlaubten. Steigende Gaspreise und die Innovationen im Bereich der Bohrtechnik der letzten Jahre sind dafür verantwortlich, dass die Förderung von Schiefergas heute oftmals profitabel ist. 
Experten rechnen damit, dass die Förderung von Schiefergas das Angebot von Erdgas auf dem internationalen Markt erheblich steigern wird. Manche Studien behaupten sogar, dass die Intensivierung der Förderung von Schiefergas die Marktmacht Russlands und anderer großer Gasproduzenten brechen wird. Momentan sind die USA Marktführer bei der Erschließung und Förderung von Schiefergas, da der Gaspreis auf dem amerikanischen Gasmarkt im internationalen Vergleich besonders hoch ist.
Obwohl es in Europa bislang keine nennenswerte Förderung von Schiefergas gibt, hat der Erfolg der unkonventionellen Erdgasquelle in den USA in Europa insbesondere aufgrund der Abhängigkeit der europäischen Staaten von Russland und anderen politisch instabilen Staaten Aufsehen erregt. Deshalb haben viele Länder inzwischen begonnen, mithilfe großer Energiekonzerne die Förderung von Schiefergas zu prüfen.
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