Mini-KWK-Förderprogramm auf der Kippe?Das Bundesfinanzministerium ist offenbar nicht an einer Fortsetzung des erst 2008 mit großem Erfolg eingeführten Mini-KWK-Förderprogramms interessiert. Die oftmals gasbetriebenen Mini-Blockheizkraftwerke sparen aufgrund der Kraft-Wärme-Kopplung bis zu 40 Prozent der eingesetzten Primärenergie und können so einen erheblichen Beitrag zu einer klimafreundlichen Energieversorgung leisten. Angesichts der haushaltspolitischen Diskussion innerhalb der Bundesregierung ist damit zu rechnen, dass das Finanzministerium keine neuen Mittel für dieses Programm zur Verfügung stellt - und dies, obwohl es in einer internen Analyse des Bundesumweltministeriums als klimaschutzpolitisch wie auch gesamt- und regionalwirtschaftlich beispielhaft bewertet wird. Bedient werden sollen nur noch die Anträge, die bereits eine Förderzusage erhalten haben. Das berichtet der Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung (B.KWK) unter Berufung auf Informationen aus dem zuständigen Ministerium. ![]() Seit September 2008 wird der Einsatz von Kleinst-Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung mit einer elektrischen Leistung bis zu 50 Kilowatt durch das Mini-KWK-Förderprogramm mit Investitionszuschüssen unterstützt. Diese Förderung hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich die Anzahl der installierten Anlagen in diesem Leistungsbereich von cirka 1.800 in 2008 auf über 4.400 in 2009 mehr als verdoppelt hat. Dadurch entstanden trotz Wirtschaftskrise zahlreiche neue Arbeitsplätze und eine regelrechte Aufbruchsstimmung bei den Herstellern, Planern und Installateuren. Alleine die Anlagen, für die bis Ende 2009 Fördermittel ausgezahlt wurden, summieren sich auf eine elektrische Leistung von annähernd 41 Megawatt. Hochgerechnet auf alle 10.200 Zuschussanträge, die insgesamt bisher gestellt wurden, ergibt sich die beachtliche Summe über 90 Megawatt. ![]() Mehr Informationen zu Mini-Blockheizkraftwerken, die sich momentan auf dem Markt befinden, finden Sie hier. |