Mini-KWK-Förderprogramm auf der Kippe?Eine aktuelle Umfrage des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture gibt Aufschluss darüber, dass viele Verbraucher ihren Strom lieber selbst produzieren wollen, statt ihre Energie von den großen Energiekonzernen zu beziehen. 84 Prozent sprechen sich demnach für die Erweiterung von dezentraler Energieerzeugung aus. Laut Studie spielen zwölf Prozent der Befragten mit dem Gedanken, sich ein Mini-Blockheizkraftwerk zuzulegen. Darüber hinaus will jeder vierte Immobilienbesitzer (25 Prozent) in den kommenden fünf Jahren Solarzellen auf dem Dach installieren und jeder Fünfte (20 Prozent) eine Anlage zur Warmwassererzeugung durch Sonnenenergie (Solarthermie) einbauen. ![]() Das Ergebnis der Umfrage ist ein weiterer Anhaltspunkt daruf, dass die Einstellung des Förderprogramms für Mini-Blockheizkraftwerke zu diesem Zeitpunkt ein Fehler sein könnte. „Dieses erfolgreiche Programm jetzt aufzugeben, wäre ein energie- und umweltpolitischer Fehler und ein Signal in die falsche Richtung“, kritisiert B.KWK-Präsident Dr. Dieter Attig die Abbruchpläne, „das Förderprogramm wird weiterhin gebraucht, um die Mini-Kraftwerke, die eine wichtige und zukunftsträchtige Ergänzung des KWK-Spektrums sind, im Markt zu etablieren.“ Wichtig sei auch eine schnelle Entscheidung, denn bereits jetzt berichteten Hersteller über eine abwartende Kaufzurückhaltung. Der Verband wundert sich auch deswegen über die Abschaffungspläne, weil nach Angaben des Bundesumweltministeriums jeder Euro Förderung sieben Euro an Investitionen freisetze. Bei dieser Relation werden die Fördergelder alleine schon durch die Mehrwertsteuereinnahmen zu mehr als 100 Prozent finanziert. Für den Bundeshaushalt würde demnach sogar noch ein Überschuss entstehen. |