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Nachtspeicherheizung: Der Wechsel ist möglich!


Dem einstigen Heilsbringer Nachtspeicherheizung droht das Aus. Nicht unbedingt vom Gesetzgeber her, doch die Kosten für Heizen mit Strom sind in den vergangenen Jahren gestiegen und werden das wohl auch weiter tun. Lohnt ein Wechsel des Stromanbieters, wenn Sie eine Nachtspeicherheizung besitzen?

Das kann sein, leider ist die Fragen vorerst nicht anders zu beantworten. Vorher muss jedoch geklärt werden, ob ein Wechsel überhaupt möglich ist. Natürlich steht es Ihnen prinzipiell frei, den Stromanbieter zu wechseln, auch mit einer Speicherheizung.

Im Prinzip also ja, aber es muss genau geprüft werden, ob sich das lohnt. Voraussetzung für den Wechsel des Anbieters ist natürlich ein günstigerer Tarif. Dieser jedoch ist nicht immer leicht zu finden, denn diese Tarife werden meistens von den lokalen Versorgern angeboten. In der vergangenen Zeit wurden diese überproportional teurer.
 
Der Haken an der Sache: Beim Wechsel zu einem anderen Versorger wird dieser nicht mehr zwischen Nacht- und Tagstrom unterscheiden. Es gibt nur den einen Tarif, der 24 Stunden am Tag gilt. Um hier den Wechsel zu prüfen, muss man einfach die beiden Strommengen aus beiden Zählern addieren und auch die Kosten der beiden Rechnungen, beziehungsweise Rechnungsbeträge. Jetzt ist es einfach, denn nun wird die Gesamtzahl der Kilowattstunden in den Rechner eingegeben und geprüft, ob der Betrag beim neuen Anbieter günstiger wäre. Der nächste Schritt besteht darin zu klären, ob der neue Anbieter Kunden mit Zweitarifzählern akzeptiert, was nicht jeder tut. 
 
Und noch ein Risiko soll nicht verschwiegen werden: Es hat schon Fälle gegeben, bei denen Stromversorger den Kunden auch den Nachttarif gekündigt haben, wenn diese den normalen Haushaltsstrom von einem anderen Versorger beziehen. Empfehlung der Verbraucherzentrale Bayern: „Auch wenn wir eine solche Kündigung nicht für rechtens halten, sollten Sie, um Ärger zu vermeiden, diesen Punkt im Vorfeld klären. Gesicherte Rechtsprechung liegt zu diesem Problem noch nicht vor.“

Der Strom für Nachtspeicherheizungen wird aus zwei Gründen immer teurer. Erstens sind Nachtstromkunden oft nicht in der Lage mit ihrem Nachtstrom zu wechseln, weil es schlicht keine Alternativangebote gibt. Hier wieder die VBZ Bayern:
• Sie zahlen den verlangten, erhöhten Preis unter Vorbehalt. Dann müssen Sie aber irgendwann etwas vom Versorger zurückverlangen. Das Problem dabei: Da dieser wahrscheinlich nicht freiwillig zahlen wird, müssten Sie notfalls klagen.

• Sie verweigern die Zahlung der Preiserhöhung und entrichten weiterhin den alten Preis. Beachten Sie hierbei, dass der Versorger Sie möglicherweise zunächst mahnt und dann ggf. auf Zahlung verklagt.
Der zweite Grund für die Preiserhöhung liegt aber darin, dass der ehemals geförderte Einsatz von Nachtspeicherheizungen heutzutage als Irrweg gilt.
 
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Inhaltsverzeichnis
Warum gibt es Nachtspeicherheizungen?Trotzdem sparen

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