Der steigende Gaspreis dokumentiert vor allem eines: Deutschland ist abhängig. Nur, was kann man dagegen tun?
Aufgeschreckt durch Verbraucherproteste wegen der hohen Gas- und Benzinpreise treibt wieder eine Angst die Energiepolitiker Deutschlands und ganz Europas: Trotzdem sie einen Warnschuss mit dem Ölschocks schon 1973/74 bekommen haben, ist es bislang noch nicht gelungen, gangbare Alternativen zu Energielieferungen aus fossilen Lieferungen zu finden.

Sind die europäischen Staaten bei der Stromproduktion zumindest einigermaßen unabhängig, so sieht es bei Öl und Gas ziemlich finster aus. Das Problem: Deutschland besitzt außer Kohle keine nennenswerten Rohstoffe zur Energieproduktion. Gas und Öl werden vor allem in Regionen der Welt gefördert, die nicht gerade zu den Bilderbuch-Demokratien gehören. Wobei das nicht ganz richtig ist: Doch gerade die Tatsache, dass zum Beispiel die Briten und die USA selbst große Mengen an Öl und Gas fördern, macht das Dilemma umso deutlicher.
Denn diese Produzenten verbrauchen so viel, dass sie selbst zu den Importeuren gehören. Besserung ist nicht in Sicht: 500 Milliarden Kubikmeter Erdgas werden EU-weit heute verbraucht, 2030 werden es geschätzte 800 Milliarden sein. Welche Energie ist wie stark bedroht? Wir haben die aktuellsten Informationen für Sie hier zusammengestellt.