Naturstrom: Biogas für Öko-Puristen
Mit zunehmender Verbreitung von Biogas-Tarifen hat sich auch das gesellschaftliche Interesse an den Angeboten verstärkt. Das Onlinemagazin „Wir Klimaretter“ berichtete letzte Woche über eine Debatte, die die Klimafreundlichkeit der neuen Biogas-Angebote zum Thema hat. Als vorläufiges Ergebnis dieser Debatte wird dort festgehalten, dass die Klimafreundlichkeit eines Biogas-Produkts entscheidend von den Bedingungen abhängt, unter denen die dafür notwendige Biomasse entsteht. Zugespitzt drehte sich die Debatte um die Frage, ob man als Nutzer eines Biogas-Tarifs - unabsichtlich, aber unausweichlich - Massentierhaltung und grüne Gentechnik unterstützt. Genau dies wurde Lichtblick, auch ein bundesweiter Biogas-Anbieter, im Bezug auf sein Biogas-Angebot in einem konkreten Fall vorgeworfen. Lichtblick reagierte und kündigte daraufhin seine Zusammenarbeit mit der in den Fokus geratenen Biogasanlage. Begutachtet man das Biogas-Angebot auf dem deutschen Gasmarkt unter diesem Gesichtspunkt, ist Naturstrom momentan der einzige Anbieter, der auf Gülle aus Massentierhaltung und Biomasse aus gentechnisch veränderten Pflanzen verzichtet. Dabei sind Kunden allerdings auf die Ehrlichkeit des Unternehmens angewiesen, denn woher die Rohstoffe für das Naturstrom-Biogas genau kommen, bleibt auch hier im Dunkeln. Naturstrom bietet neben seinem „Biogas 100%“-Tarif, bei dem der Arbeitspreis 12,95 Cent je Kilowattstunde beträgt auch die Tarife „Biogas10%“ und „Biogas20%“ an. Hier beträgt der Arbeitspreis je Kilowattstunde 6,25 Cent beziehungsweise 7 Cent je Kilowattstunde. Der monatliche Grundpreis liegt bei allen Biogas-Tarifen bei 8,95 Euro.
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