E.on und Gazprom bauen vorerst kein Gaskraftwerk

Die Energiekonzerne E.on und Gazprom haben ihre Pläne für ein gemeinsames Gaskraftwerk am Standort Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern vorerst auf Eis gelegt. Für das Vorhaben gebe es für die kommenden drei bis fünf Jahre keine Perspektive, sagte ein E.on-Sprecher dem Branchendienst Dow Jones Energy Daily. Grund sei die momentan fehlende Wirtschaftlichkeit für das Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit einer Kapazität von insgesamt 1.200 Megawatt.
 
E.on wollte das Vorhaben gemeinsam mit dem russischen Konzern realisieren. Dazu war ein Joint Venture geplant, an dem beide Unternehmen jeweils 50 Prozent der Anteile halten sollten. Ein Sprecher von Gazprom Germania bestätigte die Absage des Projektes und verwies auf die "momentane Absatzsituation". Darüber hinaus vermisse Gazprom bei dem Energiekonzept der Bundesregierung "die Gaskomponente".
 
In Lubmin landet die derzeit in Bau befindliche Ostseepipeline an. Ab 2012 soll die Trasse jährlich rund 55 Milliarden Kubikmeter sibirisches Erdgas nach Deutschland transportieren.
 

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