Hessischer Landhandel kritisiert Biogas-Boom

Hessischer Landhandel kritisiert Biogas-BoomDer Vorsitzende der Fachgruppe des hessischen Landhandels im Verband der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW), Lars Otto, hat den Boom bei der Errichtung von Biogasanlagen und dem damit verbundenen Aufkauf von Mais und anderen Ganzpflanzensilagen - durch Gärung konserviertes Grünfuttermittel – kritisiert.
 
Die Ausgangsstoffe zur Gewinnung von Biogas würden zu Preisen gekauft, mit denen die für Getreide nicht konkurrieren können. Das führe im Anschluss dazu, dass die Pachtpreise für Ackerflächen, die zum Anbau für Bioenergiepflanzen geeignet sind,  für Futterbau-, Veredlungs- und Ackerbaubetriebe absolut unerschwinglich werden. Damit sinken die Erweiterungsmöglichkeiten in diesem Bereich, so dass wiederum die Anlagen der Landhändler nicht mehr ausgelastet seien. Das berichtet „topagrar online“, ein Informationsportal für Landwirtschaft.
 
Problematisch sind in diesem Zusammenhang auch die Klimaziele der Landesregierung: Hessen will bis zum Jahr 20 Prozent seines Energiebedarfs aus erneuerbare Quellen decken, wobei auch die Stromerzeugung aus Biomasse eine Rolle spielt. Der Staatssekretär des hessischen Umweltministeriums erklärte dazu, dass die zur Stromerzeugung genutzte Biomasse stärker aus Wald- beziehungsweise Holz- und weniger aus Feldprodukten bestehen soll.

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