08.03.2010 Nabucco-Pipeline wird von der EU gefördert


Die Nabucco-Pipeline wird von der Europäischen Union (EU) mit 200 Millionen Euro finanziell unterstützt. Die Europäische Kommission investiert insgesamt 2,3 Milliarden Euro in verschiedene Energieprojekte. Das Pipeline-Projekt Nabucco erhält den höchsten Betrag aus dem Fördermitteltopf, der kurzfristig die Konjunktur ankurbeln und die Energie-Versorgungssicherheit Europas erhöhen soll.

Der neue Energiekommissar Oettinger erklärte, dass die Nabucco-Pipeline zwei strategische Funktionen der EU erfülle: Einerseits werden Leitungskapazitäten erweitert, andererseits die Abhängigkeit von russischen Leitungen reduziert. Beides erhöht die Sicherheit bei der Gasversorgung in den Mitgliedstaaten der EU. Damit sei die Nabucco-Pipeline gegenüber Konkurrenzprojekten wie  Nord Stream und South Stream – Pipelines, die beide russisches Gas nach Europa liefern sollen – besonders förderungswürdig, so Oettiger.

Nach Aussage eines Nabucco-Sprechers könnte Ende 2011 mit dem Bau der 3.300 Kilometer langen Gasleitung begonnen werden, das erste Gas soll frühestens 2014 fließen. Dann sollen zunächst jährlich acht bis zwölf Milliarden Kubikmeter Erdgas über die Pipeline nach Mitteleuropa transportiert werden. Langfristig sollen es bis zu 30 Milliarden Kubikmeter pro Jahr sein.


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