Naturschutzbund: Mehr Regeln für Biogasanlagen

Biogasanlagen sollen nach Ansicht des NABU stärker reglementiert werdenDer Naturschutzbund (NABU) in Niedersachsen fordert eine stärkere Reglementierung von Biogasanlagen.

Zukünftig sollten Neubauten nur im Rahmen einer vorliegenden Regionalplanung genehmigt werden, so NABU-Bioenergie-Experte Uwe Baumert. Gärreste müssten zudem künftig zwölf statt bislang nur sechs Monate lang gelagert werden können.

Wegen des Booms von Biogasanlagen werde an einigen Standorten mit einem erheblichen Konfliktpotenzial gerechnet, sagte der Sprecher weiter. Dies hänge auch mit der Verlagerung der Biogaserzeugung von landwirtschaftlichen Reststoffen hin zu angebauten Feldfrüchten wie Mais zusammen. Die "Vermaisung der Landschaft" durch Anbau von Mais zur Futtergewinnung und für Biogasanlagen nehme dramatisch zu. In einzelnen niedersächsischen Regionen beanspruche der Mais bereits mehr als 50 Prozent der Ackerfläche.

Aus Sicht des NABU verschärft eine "ökologisch nicht vertretbare Ausbringung" von Gärresten die Lage zusätzlich. Um Schädigung des Grundwassers auszuschließen, fordert der NABU eine um künftig sechs Monate verlängerte Lagerkapazität. In einem Zehn-Punkte-Papier "Biogas" setzt sich der NABU unter anderem für einen Anbauverzicht von Energiepflanzen auf ökologisch sensiblen Standorten ein. (ddp/rsa/iha)


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