SOCAR und EnBW beabsichtigen Kooperation

Die Energiewirtschaft in Baden-Württemberg verfolgt Pläne, sich langfristig Gaslieferungen aus Aserbaidschan zu sichern und die Kaukasusrepublik im Gegenzug bei der Modernisierung ihrer Verteilungsnetze zu unterstützen. Bei der Delegationsreise von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU) in Aserbaidschan wurde darüber mit Vertretern der aserbaidschanischen Energiegesellschaft SOCAR gesprochen.
 
Offenbar ist eine strategische Partnerschaft zwischen dem Energiekonzern EnBW und SOCAR angedacht. Um die Zusammenarbeit zu realisieren, gibt es Oettinger zufolge Überlegungen, dass sich SOCAR in Stuttgart ein zweites, deutsches Standbein aufbaut. Bisher ist die staatliche Erdöl- und Gasgesellschaft Aserbaidschans nur in Frankfurt am Main mit einem Bevollmächtigten vertreten.
 
SOCAR hält Anteile an der Südkaukasus-Pipeline, über die Erdgas von Aserbaidschan über Georgien in die Türkei fließt. Eine strategische Partnerschaft wäre längerfristig aber auch vor dem Hintergrund des geplanten Pipeline-Projekts „Nabucco“ interessant, über das Gas an Russland vorbei von der Türkei in die EU fließen soll - auch Erdgas aus Aserbaidschan.
 
Die Republik im Südkaukasus verfügt über große Erdgasreserven. Das Volumen wird auf 1.300 bis 3.300 Milliarden Kubikmeter geschätzt. (ddp.djn/two/mwo)

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