Verbundnetz Gas weiter in ostdeutscher Hand

Die ostdeutschen Stadtwerke verfügen weiterhin über ein Vetorecht bei dem drittgrößten deutschen Gasimporteur Verbundnetz Gas AG. Die Stadtwerke Jena-Pößneck haben ihr Aktienpaket an dem Leipziger Unternehmen an die kommunale VNG Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft (VuB), in der die Anteile der ostdeutschen Kommunen gebündelt sind, rückwirkend zum 1. Januar 2009 verkauft.

Wie die Stadtwerke Jena-Pößneck gegenüber dem MDR mitteilten, wurde über den Kaufpreis Stillschweigen vereinbart. Die Thüringer waren zu Jahresbeginn aus der Verbundnetz Gas AG ausgetreten und wollten ihren Aktienanteil an die EWE AG verkaufen, der knapp 48 Prozent des Unternehmens besitzt. Mit der Übernahme des Aktienpaketes hätte das Oldenburger Unternehmen die Kontrolle über den Gasimporteur erlangt.

Dagegen wehrten sich die anderen ostdeutschen Kommunen. Mit Hilfe des Landgerichtes Gera wurde ihnen ein Vorkaufsrecht an dem Aktienpaket eingeräumt. Deshalb wurde der bereits ausgehandelte Vertrag mit EWE seitens der Stadtwerke Jena-Pößneck wieder aufgelöst.


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