Iran - Türkei: Warten auf die Kooperation

Seit drei Tagen ist der umstrittene iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad nun zu einem "Arbeitsbesuch" in der Türkei, doch nichts läuft glatt. Der erste Besuch von Ahmadinedschad in einem NATO-Statt war heftig umstritten und sollte eigentlich zur Unterzeichnung eines Energiepaktes dienen, nach dem unter anderem zwei neue Ergaspipelines zwischen Iran und der Türkei gebaut werden sollten. Das Gas aus dem Iran könnte dann in die geplante Nabucco-Röhre fließen, mit dem sich Europa unabhängiger von russischem Gas machen könnte. Doch der iranische Präsident hält sich nicht an die Regeln, das Abkommen erscheint ihm offensichtlich nicht unterschriftsreif. Ahmadinedschad verweigerte den für Türkeibesucher obligatorischen Besuch des Grabes des Republikgründers Atatürk, der 1923 die Trennung von Staat und Religion in der Türkei verankert hatte. Daraufhin stufte die türkische Regierung die Visite vom "Staatsbesuch" zum "Arbeitsbesuch" herab und verlegte die Treffen von der Haputstadt Ankara nach Istanbul. Ein Interview mit dem türkischen Staatsfernsehen nutzte Ahmadinedschad erneut für Tiraden gegen Israel.

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