Russland greift Pipelines nicht an

Nach Angaben des russischen Botschafters in Aserbaidschan, wird Russland die Gas- und Ölpipelines in Georgien nicht angreifen: "Wir wissen, dass die wichtigen Exportrouten an das Kampfgebiet grenzen. Damit sind die Pipelines wichtig für Aserbaidschan, und wir werden diese nicht blockieren", sagte Vasiiy Istratov. Das Statement folgte auf Nachrichten, dass russische Kampfflugzeuge Ziele in 200 bis 400 Meter Entfernung von der Pipeline BTC (Baku-Tbilisi-Ceyhan) angegriffen hätten. Diese Nachrichten sind neu, denn normalerweise werden Energienachrichten in Zusammenhang mit Kriegen nicht in den Vordergrund gestellt (gastip berichtete). Experten ziehen weltweit folgende Schlüsse: Aus dem Kaukasus sollten über die Pipeline Nabucco Gasvorräte nach Europa geliefert werden. In der instabilen Situation ist nicht klar, ob dieses Gas jemald geliefert wird. Zweitens: Die Türkei wollte sich als Handelsdrehpunkt für Energielieferungen aus dem Nahen Osten und dem Kaukasus profilieren. Das ist jetzt zumindest schwierig geworden. Und drittens: Sämtliche Energielieferungen aus der gesamten Region gelten jetzt als unsicher und leicht zu blockieren.

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